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TSV Herren - ST Lohfelden 0:6 (So.06.09.2026)
Zum letzten Spieltag der Saison empfing der TSV Hertingshausen die Gäste aus Lohfelden. Und obwohl sportlich bereits einiges entschieden war, sollte auch dieser Spieltag noch einmal alles bereithalten, was einen klassischen Hertingshäuser Sonntag ausmacht.
Bereits vor 9 Uhr wurde auf beiden Seiten angestoßen. Die Lohfeldener hatten dabei noch eine offene Rechnung mit dem TSV: Hertingshausen hatte beim Spiel in Sachsenhausen offenbar derart gründlich dafür gesorgt, dass das dort vorhandene Weizen leer war, dass für die Lohfeldener nichts mehr übrig blieb. Die Wiedergutmachung erfolgte nun direkt auf der Hertingshäuser Anlage.
Für P. Räbiger begann der Tag dagegen mit einem kleinen Missgeschick: Die Tasche war vergessen worden. Unmittelbar traf dies allerdings Kapitän Kell, dessen weiße Weste damit wackelte.
Sportlich setzte Hertingshausen im Einzel zunächst auf die bewährte Brillen-Vermeidungstaktik. Ausgenommen davon war Adrian Müller, der es an Position eins mit einem echten Hochkaräter zu tun bekam. Sein Gegner war ehemaliger Junioren-Nationalspieler Serbiens und inzwischen mit einer LK 5 ausgestattet. Entsprechend schwierig wurde die Aufgabe für Müller, der sich mit 0:6 und 0:6 geschlagen geben musste.
Auch für Kai Sonnenschein gab es an Position zwei wenig zu holen. Gegen seinen Lohfeldener Gegner unterlag er mit 1:6 und 0:6. Jan Kolmsee erwischte an Position drei ebenfalls keinen glücklichen Tag und musste sich mit 1:6 und 1:6 geschlagen geben.
Kapitän Kell durfte anschließend selbst zum Schläger greifen. Auch er konnte die Lohfeldener Serie nicht stoppen und verlor mit 1:6 und 3:6. Damit stand es nach den Einzeln bereits 0:4.
Im Doppel zeigte sich anschließend, dass zumindest noch etwas Leben in der Hertingshäuser Mannschaft steckte. Sonnenschein und Kolmsee spielten gegen Pavlovic und Michel beinahe sensationell auf und hielten die Partie insbesondere im zweiten Satz lange offen. Am Ende ging das Match dennoch mit 1:6 und 6:7 an Lohfelden, welches aber das engste Spiel der Saison für Pavlovic darstellte.
Deutlich weniger erfolgreich verlief das zweite Doppel mit Müller und Kell. Die beiden fanden an diesem Tag überhaupt nicht zu ihrem Spiel und unterlagen mit 2:6 und 2:6. Immerhin gelang es ihnen, den Gegner einmal derart zu überraschen, dass dieser zwischenzeitlich auf dem Hosenboden saß. Viel mehr sollte an diesem Tag allerdings nicht drin sein.
Damit stand am Ende ein 0:6 auf dem Spielbericht. Sportlich war es also ein gebrauchter letzter Spieltag, doch die eigentliche Spannung sollte erst nach dem letzten Ballwechsel beginnen.
Nach dem Spiel wurde zunächst gemeinsam gegrillt und der Saisonabschluss eingeläutet. Gleichzeitig wartete man gespannt auf die Ergebnisse der Parallelpartien, denn für Hertingshausen stand weiterhin die entscheidende Frage im Raum: Reicht es zum Klassenerhalt?
Zwischendurch fand sich zur allgemeinen Verwunderung plötzlich auch noch der TC Knüllwald auf der Anlage ein. Ob die Gäste Hertingshausen mit Holzhausen verwechselt hatten oder ob die Anwesenheit von Müller und Schmidt – immerhin zwei ehemalige Edermünder – für die überraschende Visite verantwortlich war, konnte letztlich nicht abschließend geklärt werden.
Nun begann das Warten, welches sogar in mehr oder weniger freiwilliger Platzpflege mündete. Im Anschluss wollte man in Hertingshausen endlich wissen, ob man nun endgültig auf den Klassenerhalt anstoßen konnte. P. Räbiger stellte kurzerhand eine Telefonleitung nach Sachsenhausen her – ungefähr so, wie Oma Isolde damals die Nummer vom Blumenladen aus dem Telefonbuch herausgesucht hat.
Und tatsächlich kam die erlösende Nachricht: Maden und Sachsenhausen trennten sich 3:3.
Klassenerhalt!
Damit spielt der TSV Hertingshausen auch im kommenden Jahr wieder in der Kreisoberliga. Nach einer Saison mit reichlich Tie-Breaks, Biergeschichten, kuriosen Spieltagen und sportlichen Achterbahnfahrten ist damit das große Saisonziel erreicht.
Nächstes Jahr also wieder KOL.
TSV unabsteigbar!
(A.Müller)
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Kasseler TC 31 II - TSV Herren 5:1 (So.30.08.2026)
Der letzte Auswärtsspieltag der Saison führte den TSV Hertingshausen zum Kasseler TC 31 II. Schon vor dem ersten Ballwechsel war klar: Der TSV musste diesmal auf seine gewohnte Getränkeversorgung verzichten, denn die Gastronomie öffnete erst um 11 Uhr. Für einen Verein, der seine Spieltage traditionell etwas anders organisiert, natürlich eine ungewohnte Situation.
Die gegnerischen Zuschauer zeigten sich dennoch beeindruckt vom Einsatz der Hertingshäuser und fragten sich vermutlich, ob sich die größtenteils noch unter 18-jährigen Gegner nicht einmal ein Beispiel an der außergewöhnlichen Hertingshäuser Trinkfestigkeit nehmen sollten. Immerhin konnte man beobachten, dass sich die Gastgeber in bester Räbiger-Manier mit Therabändern und Medizinball auf das Spiel vorbereiteten.
Die Aufstellung hatte diesmal ebenfalls ihre eigene Geschichte. J. Stocker musste früh beginnen, da anschließend noch ein Geburtstag auf ihn wartete. Kai Sonnenschein äußerte sich zur weiteren Reihenfolge gewohnt selbstbewusst: „Ich bin mental ein Monster, das macht mir alles nichts aus.“ Neben Stocker startete deshalb trotzdem A. Müller.
Auch die Hertingshäuser Unterstützung hatte sich einiges vorgenommen. Die Fans konnten beziehungsweise wollten die ganze Nacht nicht schlafen, um zunächst Kolmsee zu unterstützen und anschließend noch rechtzeitig zum Fußball weiterzureisen. Bei entsprechendem Schlafdefizit und äußerst windigem Wetter waren die Voraussetzungen also optimal – zumindest nach Hertingshäuser Maßstäben.
J. Stocker erwischte an Position drei zunächst keinen schlechten Start, musste sich seinem Gegner aber mit 2:6, 3:6 und 1:10 geschlagen geben. Der Wind machte das Spiel dabei zusätzlich schwierig und sorgte dafür, dass kontrolliertes Tennis teilweise eher zur Glückssache wurde.
Parallel dazu bekam es A. Müller an Position eins mit einem starken Gegner zu tun. Nach einem 2:6 im ersten Satz kämpfte er sich im zweiten Satz noch einmal zurück und gewann diesen mit 6:2. Im Champions-Tie-Break fehlten am Ende allerdings die entscheidenden Punkte. Mit 10:12 ging auch dieses Einzel an den Kasseler TC 31 II.
K. Sonnenschein konnte an Position zwei ebenfalls nicht für den erhofften Punkt sorgen. Nach einem 1:6 im ersten Satz hielt er die Partie im zweiten Durchgang lange offen, musste sich letztlich aber mit 3:6 geschlagen geben.
An Position vier ging J. Kolmsee ins Rennen. Trotz aller Unterstützung von außen konnte auch er den vierten Einzelpunkt nicht verhindern. Mit 3:6 und 4:6 ging das Match an den Gastgeber.
Damit stand es nach den Einzeln bereits 0:4. M. Schulz hatte zwischenzeitlich immerhin rund 20 Minuten Aufenthalt auf der Anlage und wollte anschließend noch zu den Damen weiterreisen. Diese mussten zeitgleich gegen Melsungen um den Aufstieg kämpfen. Leider blieb auch dort der große Erfolg aus.
Eine besondere Randnotiz gab es außerdem bei L. Mittermüller. Der diesjährige Spieler des TC 31, der in der kommenden Saison bekanntlich für Hertingshausen aufschlagen soll, bekannte trotz seines aktuellen Vereins bereits Farbe zum TSV. Die von P. Räbiger organisierten Hertingshäuser Spieltagsklamotten wurden allerdings noch nicht anprobiert – der Wechsel ist schließlich erst für die kommende Saison vorgesehen.
Mit dem 0:4 im Rücken ging es anschließend in die Doppel. Dabei gab es gleich zwei Premieren: Zum ersten Mal überhaupt bildeten Kell und Kolmsee gemeinsam ein Doppel. Und auch Müller und Räbiger standen erstmals zusammen auf dem Platz. Für P. Räbiger war es gleichzeitig das erste Doppel überhaupt – und das gewann er direkt.
Kell und Kolmsee mussten sich ihrem Kasseler Gegner mit 2:6 und 2:6 geschlagen geben. Das zweite Doppel lief deutlich besser. Müller und Räbiger holten nach einem 6:3 im ersten Satz, ebenfalls den zweiten Durchgang mit 6:2 und sicherten somit den Ehrenpunkt für den TSV.
Damit stand am Ende eine 1:5-Niederlage für Hertingshausen auf dem Spielbericht. Sportlich war es also kein erfolgreicher Abschluss, wobei zumindest die Doppelpremiere von Räbiger mit gewonnenem Spiel und insgesamt einem guten Auftritt einen kleinen Lichtblick bot.
Nach dem Spiel ging es schließlich doch noch in die Gastronomie. Dort wartete immerhin ein leckeres Schnitzel auf die Hertingshäuser. Dass die Bewirtung mit flüssigen Getränken erst deutlich später beginnen konnte, sorgte zwar für etwas Verwunderung – das Schnitzel entschädigte am Ende aber zumindest teilweise für den ungewöhnlichen Start in den Spieltag.
Nächste Woche heißt es dann nochmal alles geben gegen den Ligaprimus aus Lohfelden und gleichzeitiges hoffen auf günstige Ergebnisse der Parallelpartien, um den Klassenerhalt endgültig fix zu machen. (A.Müller)
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TSV Herren - RW Rotenburg 4:2 (So.23.08.2026)
Am vergangenen Sonntag empfing der TSV Hertingshausen den RW Rotenburg zum nächsten wichtigen Spieltag im Kampf um den Klassenerhalt. Die Voraussetzungen waren allerdings ungewohnt: Kapitän Kell befand sich im wohlverdienten Urlaub in Pisa, weshalb es weder vor dem Spiel noch im Training das sonst inzwischen etablierte Weizen gab. Ersatzkapitän Schulz war gleichzeitig auf Dienstreise, sodass Adrian Müller plötzlich und vermutlich nicht ganz freiwillig das Kapitänsamt übernehmen durfte. Auch Jan Kolmsee hatte vor dem Spiel bereits organisatorische Höchstleistungen vollbracht. Er nutzte sowohl Tennis als auch einen Geburtstag als Ausrede für die jeweils andere Veranstaltung und sagte am Ende praktisch beiden ab, um nicht auf die andere gehen zu müssen. Effizienz auf Hertingshäuser Art.Parallel zu den Herren spielte auch die Damenmannschaft auf der heimischen Anlage. Somit gab es an diesem Sonntag nicht nur bei den Herren, sondern auf beiden Seiten der Anlage ordentlich Tie-Break-Wahnsinn. Während die Herren um wichtige Punkte kämpften, spielten sich auch die Damen in Richtung ihres großen Ziels – und können in der kommenden Woche gegen Melsungen tatsächlich den Aufstieg klarmachen.Aufgrund eines kleinen Uno-Reverse starteten diesmal nicht wie gewohnt die Positionen zwei und vier, sondern die Nummer eins und drei.An Position eins bekam es Kapitän Müller mit Georgi Davidov zu tun. Müllers Gegner schien sich über jeden einzelnen Hertingshäuser Fehler mindestens so sehr zu freuen wie über einen eigenen Punkt. Müller verspielte im ersten Satz eine 3:0-Führung und musste sich schließlich mit 4:6 geschlagen geben. Im zweiten Satz lag er bereits mit 1:4 zurück, ehe Kolmsee am Zaun offenbar die richtigen Worte fand. Müller kämpfte sich zurück, gewann den Satz mit 7:6 und rettete sich in den Champions-Tie-Break. Vielleicht hätte Kolmsee dort allerdings noch einmal seinen inneren Mourinho channeln müssen, denn Müller fehlten am Ende beim 3:10 die letzten Körner.An Position drei sorgte Jannik Stocker dagegen für den ersten Hertingshäuser Punkt. Sein Gegner hatte offensichtlich eine besondere Vorliebe dafür, seine Vorhände Richtung Zaun zu feuern. Stocker gewann den ersten Satz mit 6:3, gab den zweiten mit 3:6 ab und behielt im Champions-Tie-Break mit 10:7 die Nerven. Ein wichtiger Punkt und gleichzeitig der Auftakt zu einem durchaus erfolgreichen Hertingshäuser Vormittag.Als Nächstes griff Kai Sonnenschein ein. Ihm gegenüber stand gefühlt eine jüngere Version seiner selbst: einhändige Rückhand, ähnliche Spielweise und offenbar ebenfalls die Fähigkeit, den Gegner durch unnötige Spannung in den Wahnsinn zu treiben. Sonnenschein gewann den ersten Satz mit 6:3, hätte die Partie im zweiten Satz aber vermutlich mehrfach beenden können. Geschätzte 20 Matchbälle wurden vergeben, eine 5:2-Führung fast noch verspielt. Am Ende reichte es dennoch zum 7:6 und damit zum zweiten Einzelpunkt für Hertingshausen.Sein Debüt für die Herren feierte anschließend Phil Räbiger. Und dieses Debüt hatte wirklich alles. Im ersten Satz lief zunächst vieles wie geplant. Räbiger gewann mit 6:1 und sein Gegner zeigte sich zunächst als ausgesprochen fairer Sportsmann: Einen eigentlich ausgerufenen Ball gab er zugunsten des Debütanten noch gut. Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich diese Fairness allerdings überwiegend in die andere Richtung.Zwischendurch hallte ein „Oh, du Kamel!“ über die Anlage, während der Gegner nach dem verlorenen ersten Satz offenbar zunehmend unter Druck geriet. Laut Spielerfrau Räbiger explodierte der Gegner leistungstechnisch allerdings keineswegs, was sich im zweiten Satz rächte. Er verlor diesen mit 2:6 und im Champions-Tie-Break entwickelte sich die Partie endgültig zu einem kleinen Drama inklusive einer Explosion auf anderer Ebene.Interimskapitän Müller wies den Debütanten vom Spielfeldrand darauf hin, dass er sich durchaus auch die Abdrücke zeigen lassen dürfe, nachdem der Gegner mehrere aus Hertingshäuser Sicht klare Bälle für aus erklärte. Die gegnerische Mannschaft distanzierte sich von den Ereignissen und Calls ihres eigenen Spielers daraufhin teilweise und verbrachte lieber etwas Zeit hinter dem Vereinsheim am Handy.Der Gegner war von Müllers Beteiligung wenig begeistert und drohte dem Hertingshäuser Kapitän mit erhobenem Finger: „Wir spielen hier fair und keiner mischt sich von außen ein!“Räbiger kämpfte weiter, musste sich am Ende aber trotz großem Einsatz mit 8:10 im Champions-Tie-Break geschlagen geben.Trotzdem: Ein tolles Debüt für Phil – auch wenn die falschen Klamotten und die vermutlich größte Strafe der Vereinsgeschichte noch aufzuarbeiten sind. Nach dem Match konnte Räbigers Gegner den erhobenen Finger zunächst weiterhin nicht herunternehmen. Kurzzeitig dachte man, er würde seinen Sieg feiern. Stattdessen lief er erneut auf Müller zu, um weiter zu meckern, zu diskutieren, zu beschimpfen und zu drohen. Das alles trotz Handshake und Gratulation zum Sieg seitens Müller. Man einigte sich darauf, dass die Sache vermutlich sportlich und emotional unterschiedlich bewertet wurde.
Mit einem 2:2 ging es in die Doppel.
Im ersten Doppel übernahm Räbigers Einzelgegner dann selbst die Verantwortung und wollte Rotenburg gemeinsam mit der Nummer eins zum Sieg tragen. Gegen Müller und Kolmsee musste er am Ende allerdings nicht nur eine Niederlage, sondern auch Kieferschmerzen davontragen.
Müller und Kolmsee versenkten einen Großteil der Bälle im Feld. Selbst Querschläger schlugen sprichwörtlich ein und führten zu Punkten, obwohl der Ball ggf. das Spielfeld verfehlt hätte. Die Hertingshäuser Zuschauer hielten sich zwischenzeitlich die Hand vors Gesicht oder drehten sich weg, um ihre Betroffenheit und Emotionen zu verbergen, während der Rotenburger nach einem Wirkungstreffer zu Boden sank.
Das daraus resultierende Kopfaua sorgte selbst beim Hertingshäuser Nachwuchs für Aufregung und vermutlich unruhige Nächte. J. Lengemann hatte neben seiner Tätigkeit als Grillmeister zusätzlich die Aufgabe, die Kinder zu beruhigen und ihnen zu erklären, dass das bereitgestellte Kühlpack quasi Leben gerettet hatte.
An dieser Stelle natürlich gute Besserung nach Rotenburg.
Sportlich war das Doppel mit 6:1 und 6:1 allerdings deutlich weniger dramatisch und Hertingshausen hatte den Sieg, wie nach den Einzeln besprochen, vor Augen.
Das zweite Doppel sollte eigentlich das sichere Doppel des Tages werden. Sonnenschein und Stocker führten ihre Partie zwar erfolgreich, machten es aber ungewohnt eng. Mit 6:3 und 7:5 wurde auch dieses Doppel gewonnen, sodass am Ende ein 4:2-Heimsieg für Hertingshausen auf dem Spielbericht stand.
Am Ende musste man feststellen, dass es ohne Kapitän Kell wider Erwarten spielerisch ziemlich gut lief. Lediglich am Glas war man etwas zurückhaltender als gewöhnlich. Aus Pisa wurden selbstverständlich Urlaubsgrüße von, aus und nach dem schiefen Turm verschickt.
Auch Kolmsee und Müller äußerten bereits den dringenden Wunsch, ihr hoffentlich bald anstehendes Klassenerhaltsbier unbedingt in Pisa trinken zu wollen und setzten dieses Vorhaben künstlerisch sowie intelligent um.
Während die Herren damit einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machten, konnten auch die Damen gewinnen und haben nun in der kommenden Woche gegen Melsungen die Chance auf den Aufstieg.
Für die Hertingshäuser Herren geht es nächste Woche auswärts gegen den TC 31 weiter.
Vielleicht kann dort gegen einen alten Bekannten bereits endgültig der Klassenerhalt eingetütet werden.
Und falls nicht: Vielleicht ist Kapitän Kell dann zumindest wieder aus Pisa zurück – inklusive Weizen. (A.Müller)
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TSV Herren – TC Röddenau 0:6 (Sa. 08.08.2026)
Nach dem letztjährigen noch freundschaftlich ausgetragenen Biervergleich mit dem TC
Röddenau stand am Sonntag das direkte Duell auf der Hertingshäuser Anlage an. Die
Fanfreundschaft zwischen beiden Vereinen ist inzwischen ohnehin größer als so manche
sportliche Rivalität. Eigentlich hätte Hertingshausen dabei sogar schon zwei Matchpunkte
Vorsprung verdient gehabt: Beim letzten Heimspiel hatte Röddenau seine Anreise zum
Biertrinken angekündigt, war dann aber doch lieber in Kassel angetreten – und verlor dort.
Die ausstehende Schuld sollte also sportlich eigentlich noch beglichen werden.
Diesmal passte immerhin das Wetter. Bei Sonnenschein und guter Stimmung wurde bereits
vor 9 Uhr frisch gezapft. Die Röddenauer zeigten sich ebenfalls bestens vorbereitet. Die
wichtigste Frage des Morgens kam folgerichtig aus ihren Reihen: „Hat einer das Zeug für die
Hände, damit der Schläger nicht rutscht?“ Tennis wurde also durchaus ernst genommen.
Den Anfang machte Jannik Stocker. Dieser hatte sich offenbar vorgenommen, seinem
Gegner bereits vor dem ersten Ballwechsel den letzten Nerv zu rauben, und wollte sich erst
einmal eine geschlagene Stunde einspielen. Nach seiner Geschäftsreise musste schließlich
einiges nachgeholt werden – schließlich hatte Stocker dort offenbar weniger Tennis als
vielmehr Dolce Vita betrieben.
Die Taktik ging leider nicht auf: Der Gegner war irgendwann derart mürbe, dass er Stocker
förmlich ein Monokel aufdrückte, um möglichst schnell wieder vom Platz zu kommen. Am
Ende setzte sich der Röddenauer mit 6:0 und 6:3 durch. Danach war der Gegner so
geschafft, dass er auf ein Doppel verzichtete. Schließlich standen für ihn offenbar noch
wichtigere Aufgaben an: mehr Vergnügen mit dem frisch Gezapften und die Planung der
Mannschaftsaufstellung für das Fußballspiel am nächsten Tag.
Kai Sonnenschein ging ebenfalls angeschlagen ins Einzel und feuerte dabei nicht nur seine
Schläge, sondern auch allerhand Keime und Bakterien aus seiner Erkältung ab. Nach dem
Erfolg von Schnupfen-Kolmsee in der Vorwoche hatte man offenbar geglaubt, Erkältungen
seien die neue Geheimwaffe des TSV. Wie sich herausstellte, ist diese Taktik allerdings wohl
exklusiv Kolmsee vorbehalten. Sonnenschein musste sich mit 0:6 und 3:6 geschlagen
geben.
An Position vier entwickelte sich anschließend ein kurioses Bild: Eigentlich standen sich zwei
Hertingshäuser gegenüber – zumindest fühlte es sich für die Zuschauer so an. Selbst die
eigene Familie wusste zwischenzeitlich nicht mehr genau, welcher Spieler denn nun
Kolmsee war. Auch die Seitenwechsel sorgten für zusätzliche Verwirrung. Vermutlich
erwartete man einen Wolf im Schafspelz, tatsächlich handelte es sich aber lediglich um eine
eingelöste Wette aufgrund der würdig begangenen vergangenen Spieltage und der
inzwischen entstandenen Tennisfreundschaft. Sportlich ging der Punkt mit 2:6 und 3:6 an
Röddenau.
An Position eins wirkte Adrian Müller derweil, als hätte er in letzter Zeit etwas zu viel am
Schreibtisch gesessen. Der Rücken befand sich offensichtlich noch im Büro- und nicht im
Tennismodus. Trotzdem mogelte sich Müller mit einer Mischung aus bekanntem Niederhone-
Tennis und kämpferischer Beharrlichkeit in den Champions-Tiebreak. Dort fehlten ihm nach
der Aufholjagd allerdings die letzten Körner. Trotz zwischenzeitlicher 6:2-Führung musste er
sich mit 1:6, 6:3 und 9:11 geschlagen geben.
Damit stand es nach den Einzeln 0:4. Die sportliche Aufarbeitung wurde daraufhin zunächst
vertagt und man widmete sich wieder dem Bier. Immerhin: Das Bier aus der Zapfanlage
enttäuschte als Einziges nicht.
Mit einem 0:4-Rückstand ging es in die Doppel. Im ersten Doppel legte Capitano Kell
gemeinsam mit Müller zunächst furios los. Die Hoffnung war groß, dass der Kapitän seinen
Partner erneut irgendwie durch das Match tragen würde. Doch die Kräfteverhältnisse drehten
sich schnell – am Ende kamen beide gemeinsam mit 1:6 und 2:6 unter die Räder.
Die Taktik „Wir spielen einfach einen mehr rein als der Gegner“ ging diesmal nicht auf. Kell
musste anschließend feststellen, dass er offenbar ebenfalls eine echte Eins an seiner Seite
benötigt, die ihn durch schlechte Phasen trägt. Müller konnte das an diesem Tag aufgrund
seines noch immer im Schreibtischmodus befindlichen Rückens allerdings kaum leisten.
Gebrauchter Tag für beide.
Im zweiten Doppel wurde es wesentlich enger und spannender. Stocker und Kolmsee
gewannen den ersten Satz mit 7:5, mussten sich nach einem 4:6 im zweiten Satz aber
schließlich im Champions-Tiebreak mit 5:10 geschlagen geben.
Damit stand am Ende ein 0:6 auf dem Spielbericht – sportlich deutlich, stimmungstechnisch
allerdings keineswegs. Insgesamt hatten fünf Hertingshäuser Einzel- beziehungsweise
Doppelakteure an diesem Tag alles gegeben, aber keinen einzigen Punkt auf das TSV-Konto
gebracht. Dazu kamen zwei „Monokel“ – ein gebrauchter Tennistag war damit perfekt.
Nach dem sportlichen Teil saß man selbstverständlich noch gemeinsam zusammen. Das
Problem: Ausgerechnet Kell hatte sich beim Bierverzehr verkalkuliert – eigentlich völlig
untypisch für den Kapitän. Mehrfach musste deshalb im benachbarten Supermarkt
Nachschub organisiert werden.
Ein großer Dank geht dabei an Kai und den Hertingshäuser-Röddenauer, die dafür sorgten,
dass die Freundschaft auch nach einem 0:6 nicht ins Wanken geriet. Insgesamt gingen an
diesem Tag rund 30 Liter Bier verloren – beziehungsweise wurden fachgerecht einer
sinnvollen Verwendung zugeführt.
Cocktails von den Landfrauen gab es in Hertingshausen diesmal leider keine. Die
traditionellen Gepflogenheiten sehen hier schließlich eher Schnaps für die Katzen vor.
Entsprechend waren auch diesmal wieder zahlreiche Strafen fällig.
Am späteren Abend wurde dann sogar noch ein Neuzugang verpflichtet. Viele hatten
erwartet, dass der Hertingshäuser-Röddenauer M. Muth irgendwann fest im Hertingshausen-
Trikot auflaufen würde. Stattdessen verpflichtete der TSV überraschend L. Mittermüller, den
Bezwinger der Biervasen. Ein Transfer, mit dem nun wirklich niemand gerechnet hatte.
Natürlich wurde auch bereits die kommende Saison geplant. Der nächste gemeinsame
Spieltag soll nach Möglichkeit mit einem Ausflug zur Röddenauer Kirmes verbunden werden.
Übernachtungsmöglichkeiten wurden ebenfalls schon diskutiert – entweder in einem der
Gärten mit Rollrasen oder bei den FeWo-Mogulen Röddenaus.
Ein Röddenauer musste sich derweil noch von den Strapazen des einstündigen Einspielens
erholen und legte einen Powernap ein. Schulz und Kolmsee brachen irgendwann die Zelte
ab – wichtige Sponsoring-Angelegenheiten mussten noch geklärt werden und die besseren
Hälften warteten schließlich zu Hause.
Zur Verwunderung der Röddenauer war ausgerechnet Kolmsee einer derjenigen, die den
Heimweg antraten. Dabei hatte er im vergangenen Jahr noch so treffend festgestellt: „Wegen
dem einen Mal macht sie nicht Schluss!“
Gegen Abend rückte der Hertingshäuser Tross schließlich Richtung Röddenau ab. Sportlich
war es diesmal ein gebrauchter Tag, freundschaftlich dagegen erneut ein voller Erfolg.
Bis nächstes Jahr, Röddenau! Vielleicht trägt sich Hertingshausen dann auch mal aufs
Scoreboard ein. Dann können wir endlich sehen, ob die Freundschaft der Vereine tatsächlich
auch dann Bestand hat, wenn Röddenau mal nicht als Sieger vom Platz geht. (A.Müller)
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MSG TC 88 Sachsenh./VfL 02 Adorf – TSV Herren 3:3 (Sa. 01.08.2026)
Hefeweizen, Herren 50 und ein schnupfender Matchwinner – TSV holt starkes Remis in Sachsenhausen.
Der Spieltag in Sachsenhausen begann für den TSV Hertingshausen streng genommen
bereits einige Tage zuvor – und zwar mit einer echten Hiobsbotschaft. Ausgerechnet die
Nummer eins, Adrian Müller, sagte seine Teilnahme ab. Der Grund war weder Verletzung
noch Urlaub, sondern Bildung: Müller musste für anstehende Klausuren lernen. Während
andere Mannschaften an ihrer Rückhand arbeiten, investiert Hertingshausen inzwischen
also in akademische Exzellenz.
Da zusätzlich Schulz und Kell verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen, musste
erstmals in dieser Saison auf Unterstützung aus der Herren-50-Mannschaft zurückgegriffen
werden. Eine Entscheidung, die sich sowohl sportlich als auch bei der späteren Bewältigung
des Getränkevorrats als goldrichtig erweisen sollte.
Trotz der angespannten Personalsituation reiste eine für den Gegner überraschend große
Hertingshäuser Delegation ins weit entfernte Sachsenhausen. Angeführt wurde die
Mannschaft diesmal von Kai Sonnenschein an Position eins. Dahinter folgten Jannik
Stocker, der grippegebeutelte Schnupfen-Kolmsee sowie Herren-50-Spieler Joachim
Hansch. Für die Doppel stand außerdem Robin Richtsteiger bereit. Unterstützt wurde das
Team von Kapitän Björn Kell, Julian Lengemann, Malte Schulz und dessen Gattin Vanessa.
Eine zunächst unscheinbar wirkende Reisegruppe, deren Leistung abseits des Platzes
später noch nicht minder zu bewerten sein sollte.
Schon bei der Ankunft wurde klar, dass dieser Tennistag eigentlich nicht mehr schiefgehen
konnte. Die Anlage war noch feierlich geschmückt, nachdem dort in den vergangenen Tagen
offenbar der 69,5. Geburtstag zelebriert worden war. Wesentlich wichtiger war allerdings
eine andere Entdeckung: In Sachsenhausen gab es Hefeweizen vom Fass.
Für Capitano Björn Kell dürfte dieser Anblick ungefähr dem Moment entsprochen haben, in
dem Christoph Kolumbus Amerika entdeckte. Die lange Anreise, sämtliche Verletzungen
und sogar Müllers Flucht in die Bildung waren schlagartig vergessen. Nachdem schließlich
auch Ersatzmann Joachim Hansch den Kofferraum geschlossen hatte, konnte der sportliche
Teil des Tages tatsächlich beginnen.
Den Auftakt machten Jannik Stocker und Joachim Hansch. Stocker erwischte dabei einen
schwierigen Vormittag und musste sich deutlich mit 1:6 und 0:6 geschlagen geben.
Erschwerend kam hinzu, dass er über einen längeren Zeitraum gar nicht bemerkte, gegen
einen Linkshänder zu spielen. Vermutlich wunderte er sich lediglich, warum die Bälle ständig
aus der falschen Richtung kamen. Als die taktische Besonderheit schließlich erkannt war,
war das Match leider schon fast vorbei.
Parallel feierte Joachim Hansch seine Premiere für die Hertingshäuser Herren. Seine
Leistung lässt sich am besten in drei Phasen unterteilen: zunächst äußerst solide,
anschließend eine etwas längere Schwächephase zur Unterhaltung der Zuschauer und zum
Abschluss eine fulminante Demonstration von Nervenstärke. Nach einem verlorenen ersten
Satz kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und gewann schließlich mit 4:6, 6:4 und 10:6 im
Champions-Tiebreak.
Damit hatte sich die erstmalige Unterstützung aus der Herren 50 bereits vollständig
ausgezahlt. Hansch brachte nicht nur reichlich Erfahrung, sondern offenbar auch genau die
richtige Menge Drama mit. Der 1:1-Ausgleich wurde von den mitgereisten Fans Lengemann
und Kell standesgemäß begossen. Beide hatten zu diesem Zeitpunkt längst mit den
Vorbereitungen auf den parallel stattfindenden Biermarathon begonnen und nahmen ihre
Aufgabe ähnlich ernst wie Hansch den Champions-Tiebreak.
Anschließend griffen Kai Sonnenschein und Jan Kolmsee ins Geschehen ein. Sonnenschein
lieferte an Position eins einen starken Kampf, musste sich seinem spielstarken Gegner am
Ende jedoch mit 2:6 und 3:6 geschlagen geben.
Besser lief es für den gesundheitlich angeschlagenen Kolmsee. Mit Schnupfen, verstopfter
Nase und vermutlich mehr Taschentüchern als Griffbändern in der Tennistasche ließ er
seinem Gegner beim 6:3 und 6:2 dennoch kaum eine Chance. Während normale Menschen
bei einer Grippe auf dem Sofa liegen und Tee trinken, spielte Kolmsee eben ein Medenspiel
und stellte auf 2:2. Eine medizinisch vielleicht fragwürdige, sportlich aber ausgesprochen
hilfreiche Entscheidung.
Somit musste die Entscheidung in den Doppeln fallen. Hertingshausen wechselte Robin
Richtsteiger ein und stellte taktisch geschickt auf. Sonnenschein und Kolmsee bildeten das
zweite Doppel und machten dort kurzen Prozess. Beim souveränen 6:1 und 6:1 ließen sie
keinerlei Zweifel aufkommen und brachten den TSV mit 3:2 in Führung.
Im ersten Doppel bekamen es Stocker und Richtsteiger mit zwei durchaus kniffligen und vor
allem flinken Gegnern zu tun. Die Hertingshäuser kämpften stark, hielten das Match lange
offen und zwangen ihre Gegner im ersten Satz in den Tiebreak. Am Ende mussten sie sich
trotz einer guten Leistung knapp mit 6:7 und 3:6 geschlagen geben.
Während auf den Plätzen noch um jeden Ball gerungen wurde, füllte sich die Anlage
zunehmend mit Wanderern. Offenbar hatte sich in der gesamten Region herumgesprochen,
dass der TSV Hertingshausen zu Gast war und in Sachsenhausen Hefeweizen vom Fass
ausgeschenkt wurde. Zwischenzeitlich sollen sich rund 150 Menschen auf der Anlage
befunden haben. Ob sie tatsächlich wegen des Tennissports gekommen waren, darf
bezweifelt werden. Beim gemeinsamen Austrinken des Hefeweizenfasses erwiesen sie sich
jedenfalls als ausgesprochen hilfsbereit.
Auch die Hertingshäuser Unterstützer zeigten dabei eine fulminante Leistung. Insbesondere
Kell und Lengemann bewältigten den Biermarathon mit bemerkenswerter Ausdauer,
sauberer Technik und einer Trinkfestigkeit, die selbst erfahrene Herren-50-Spieler
beeindruckt haben dürfte. Schulz und seine Gattin Vanessa sorgten ebenfalls für den
nötigen Rückhalt und machten aus einem normalen Auswärtsspiel eine Hertingshäuser
Großveranstaltung.
Am Ende stand ein starkes und vollkommen verdientes 3:3-Unentschieden. Zum Man of the
Match wurde folgerichtig Jan „Schnupfen“ Kolmsee ernannt, der sowohl sein Einzel als auch
sein Doppel gewann. Zwei Einsätze, zwei Siege und zwischendurch vermutlich zweimal
Naseputzen – effizienter lässt sich ein Medenspiel kaum gestalten.
Nach dem sportlichen Teil umgingen Kell und Stocker den drohenden Abwasch mit einer
ebenso einfachen wie wirkungsvollen Taktik: Sie beglichen stattdessen die doch recht groß
geratene Rechnung. Angesichts der Zahl an Hefeweizen dürfte es sich dabei weniger um
eine gewöhnliche Bewirtungsabrechnung als um einen kleineren Investitionsantrag
gehandelt haben.
Ein besonderer Dank gilt Joachim Hansch und Robin Richtsteiger für die Unterstützung aus
der Herren 50. Beide fügten sich nicht nur sportlich hervorragend in die Mannschaft ein,
sondern erwiesen sich auch bei der anschließenden Hefeweizenrunde als vollständig
kompatibel mit dem Hertingshäuser Spielsystem.
Und ohnehin war bereits vor dem ersten Ballwechsel klar: Ein Tennistag mit Hefeweizen
vom Fass kann eigentlich gar nicht verloren werden. (J. Kolmsee)
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TSV Herren - TC Kaufungen 3:3 (So. 31.05.2026)
Regenschlacht in Hertingshausen – TSV erkämpft sich Remis
Am dritten Spieltag empfing der TSV Hertingshausen den TC Kaufungen auf heimischer
Anlage. Die Voraussetzungen waren diesmal allerdings alles andere als gewöhnlich.
Aufgrund anhaltenden Regens musste der Spielbeginn zunächst verschoben werden,
sodass mehr über Wetter-Apps als über Tennis gesprochen wurde.
Parallel zu den Herren spielten auch die Hertingshäuser Damen gegen Hessisch Lichtenau.
Deren Betreuer erklärte zwischenzeitlich mehrfach, es sei „unverantwortlich“, bei diesem
Wetter überhaupt Tennis zu spielen. Die Gegnerinnen schienen den Tag ohnehin eher als
Media Day zu nutzen und haben direkt den halben Verein mit nach Hertingshausen
gebracht. Die Hertingshäuser nahmen die Einschätzung zur Kenntnis, warteten die
Regenpause ab und spielten anschließend einfach weiter.
Mindestens genauso dramatisch entwickelte sich die Getränkesituation. Auf der heimischen
Anlage war für die Herren zunächst kein Weizen verfügbar – ein organisatorischer
Missstand, der beinahe zu einer vereinsinternen Krisensitzung geführt hätte.
Glücklicherweise konnte kurzfristig frisch Gezapftes organisiert werden. Kaufungen
verweigerte jegliche Unterstützung in dieser Angelegenheit. Dafür meldete sich
überraschend der befreundete Verein aus Röddenau. Deren Spiel in Kassel drohte zunächst
ins Wasser zu fallen und man kündigte bereits Unterstützung beim Biertrinken an. Letztlich
musste Röddenau aber doch antreten, verlor in Kassel und wird den Spieltag im August nun
wohl mit Minuspunkten beginnen müssen. Für zusätzliche Verwirrung sorgte lediglich
Kapitän Kell, der den Mannschaftsführer aus Röddenau am Telefon zunächst nicht erkannte.
Sportlich schickte Hertingshausen Müller, Sonnenschein, Stocker und Kolmsee ins Rennen.
Kell wurde geschont, Schulz blieb weiterhin ohne Einsatz und hatte sich ohnehin selbst zum
Saftschubsen eingeteilt. Zur Enttäuschung vom Nachwuchs aus dem Hause Kolmsee, der
neben seinem Papa auch gerne Onkel Balte und Onkel Bier in Aktion erlebt hätte. Raebiger
konnte ebenfalls nicht in den Spielbericht eingetragen werden, da die benötigte Tinte
offenbar anderweitig eingesetzt wurde.
In den Einzeln lief es zunächst nicht nach Wunsch. Müller unterlag an Position eins mit 1:6
und 4:6. Sonnenschein sorgte mit einem souveränen 6:3 und 6:4 für den einzigen
Hertingshäuser Einzelpunkt. Stocker kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz zurück,
verlor jedoch den Champions-Tiebreak mit 2:6, 6:3 und 6:10. Auch Kolmsee musste sich mit
3:6 und 2:6 geschlagen geben. Somit lag Hertingshausen nach den Einzeln mit 1:3 zurück.
Vor den Doppeln folgte dann die wohl wichtigste taktische Maßnahme des Tages. Kolmsee
Junior teilte sein Frühstücksei großzügig mit Sonnenschein. Nach den zuletzt verlorenen
Champions-Tiebreaks war die Diagnose schnell gestellt. Frei nach Oliver Kahn galt: „Wir
brauchen Eier.“
Müller und Kolmsee verkürzten zunächst mit einem souveränen 6:3, 6:3-Erfolg auf 2:3. Im
zweiten Doppel entwickelte sich Sonnenschein dann endgültig zum MVP des Tages.
Gemeinsam mit Stocker kämpfte er sich durch einen dramatischen Champions-Tiebreak.
Beim Stand von 8:9 für die Gegner schien das Frühstücksei endgültig seine Wirkung zu
entfalten, da ein Gegenspieler ironischerweise auch noch eine Ei-Allergie hat. Plötzlich
fischte Sonnenschein am Netz alles weg, was in seine Reichweite kam – wie ein
Ostseeangler beim Doraden fangen. Aus dem drohenden Matchverlust wurde noch ein 13:11-
Erfolg und damit der verdiente Ausgleich zum 3:3-Endstand.
Trotz verspätetem Spielbeginn, Regenunterbrechung, Weizenkrise und zahlreicher
Nebenschauplätze ließ sich Hertingshausen nicht aus dem Konzept bringen und kämpfte
sich nach einem 1:3-Rückstand noch zu einem verdienten 3:3-Unentschieden. Die
Mannschaft bleibt damit weiter auf Kurs – und beweist einmal mehr, dass mit ausreichend
Weizen und Eiern nahezu alles möglich ist. (A.Müller)
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TC 77 Maden - TSV Herren 4:2 (So.17.05.2026)
Bittere Niederlage in Maden – TSV Hertingshausen unterliegt mit 2-4
Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt führte der zweite Spieltag den TSV Hertingshausenzum TC 77 Maden. Die Voraussetzungen waren dabei allerdings fragwürdig: Während mansich in Großalmerode noch mit „Hefe vor 9“ professionell auf den Spieltag vorbereitet hatte,gab es in Maden schlichtweg kein Weizen. Ein Umstand, der aus Hertingshäuser Sichteigentlich direkt die ersten Punkte aufs TSV-Konto hätte bringen müssen.
Dazu kam erschwerend hinzu, dass Maden personell ordentlich aufgerüstet hatte. Statt der erwarteten Gegner standen plötzlich Herren-40- und Herren-50-Spieler mit Verbandsliga-Erfahrung auf der Anlage. Der Versuch, den TSV mit Routine und Erfahrungeinzuschüchtern, war also unverkennbar.
Für Hertingshausen gingen Müller, Sonnenschein, Stocker und Kolmsee an den Start.
Kapitän Kell schleppte sich trotz angeschlagenem Zustand ebenfalls mit nach Maden und
sollte später noch eine entscheidende Rolle spielen.
Die Einzel begannen vielversprechend. K. Sonnenschein lieferte sich an Position zwei ein
hochklassiges Match und kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz eindrucksvoll zurück. Im
Champions-Tiebreak hatte Sonnenschein beim Stand von 9:8 sogar bereits den Sieg vor
Augen, brachte die Führung allerdings nicht ins Ziel und unterlag am Ende noch mit 4:6, 7:5
und 9:11. Auch J. Stocker zeigte an Position drei ein starkes Spiel und gewann nach großem
Kampf mit 5:7, 6:4 und 10:8.
J. Kolmsee erwischte dagegen einen deutlich besseren Tag und gewann sein Einzel
souverän mit 6:3 und 6:3. A. Müller bekam es an Position eins mit einem Gegner aus
besagten Herren 40 bzw. 50 zu tun und unterlag mit 1:6 und 2:6.
Auch die Tennisanlage selbst sorgte für Gesprächsstoff. Die Dachrinnen beziehungsweise
Rohre wirkten auf der Anlage auffallend asymmetrisch verbaut. Wie die Madener später
erklärten, lag das wohl an einem früheren Vorfall mit einem Waschbären, der einst von den
Dächern auf die Anlage gepinkelt hatte und daraufhin vertrieben werden musste. Die
Karriere des Waschbären als mögliches Tennismaskottchen von Maden dürfte damit
endgültig beendet sein.
Mit einem 2:2 ging es in die Doppel. Zwischenzeitlich war sogar Edeljoker J. Lengemann auf
der Anlage erschienen und hoffte auf sein Debüt für Hertingshausen. Daraus wurde
allerdings nichts. Dennoch supportete Lengemann die Mannschaft tatkräftig von außen und
hielt die Stimmung hoch. Kapitän Kell opferte sich trotz angeschlagenem Zustand für A.
Müller auf und stellte sich selbst im Doppel auf den Platz. Vermutlich wollte Müller erneut
zum Sieg getragen werden – diesmal funktionierte das allerdings nicht ganz wie in der
Vorwoche.
Sonnenschein und Kell lieferten im ersten Doppel einen großen Kampf und zwangen ihre
Gegner beim 3:6, 6:4 und 8:10 erneut in den Match-Tiebreak. Besonders bitter:
Zwischenzeitlich führte das Hertingshäuser Doppel bereits mit 8:4, konnte den Vorsprung
allerdings ebenfalls nicht über die Ziellinie bringen. Im zweiten Doppel mussten sich Stocker
und Kolmsee nach gewonnenem ersten Satz ebenfalls noch mit 6:4, 0:6 und 5:10
geschlagen geben.
Am Ende stand somit eine 2:4-Niederlage gegen personell stark verstärkte Madener. Trotz
der Niederlage ließ sich Hertingshausen die Stimmung allerdings nicht verderben. Einig war
man sich ohnehin: Mit Weizen wäre das Ding vermutlich anders ausgegangen. (A.Müller).
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TC Großalmerode - TSV Herren 1:5 (So.10.05.2026)
Fast perfekter Start in die neue Tennissaison - Hertingshäuser Auftaktsieg in Großalmerode.
Der erste Auswärtstrip der Saison führte den TSV Hertingshausen am Sonntagmorgen nach
Großalmerode – beziehungsweise gefühlt zunächst direkt durch jede einzelne Blitzfalle
Nordhessens. Bereits auf der Anreise wurde klar: Heute würde kein gewöhnlicher Tennistag
werden. Schließlich galt es, den Klassenerhalt aus dem Vorjahr standesgemäß zu feiern und
die Euphorie mit in die neue Saison zu nehmen. Entsprechend wurde noch vor Spielbeginn
das erste Hefeweizen geöffnet. „Hefe vor 9“ bleibt eben nicht nur ein Motto, sondern eine
Lebenseinstellung.
Für Hertingshausen gingen Müller, Sonnenschein, Kolmsee und Kell an den Start.
Komplettiert wurde die Delegation vom emotionalen Backup und Betreuer Schulz, der es
trotz fehlenden Spieleinsatzes schaffte, sich innerhalb weniger Stunden den obligatorischen
Sonnenbrand des Spieltags abzuholen.
Den Auftakt machten Kell an Position vier und Sonnenschein an zwei – und beide lieferten
direkt absolute Nervenschlachten ab. Während Kell sich nach verlorenem ersten Satz noch
zu einem 4:6, 6:3 und 10:5 kämpfte, startete auch Sonnenschein seine spektakuläre
Aufholjagd und gewann nach großem Kampf mit 4:6, 6:4 und 10:7. Schon zu diesem
Zeitpunkt bewegte sich Kell ungefähr wie eine 75-jährige Oma auf dem Weg zum
Wochenmarkt, irgendwie reichte es aber trotzdem zum Punktgewinn. Die zuschauenden
Schulz, Kolmsee und Müller hatten dabei zu keinem Zeitpunkt Zweifel an einem Sieg ihrer
Mitstreiter.
Anschließend griffen Kolmsee und Müller ins Geschehen ein. Kolmsee ließ seinem Gegner
beim souveränen 6:3, 6:0 kaum Luft zum Atmen. Das Highlight des Spiels folgte jedoch bei
einem misslungenen Schmetterball des Gegners, bei dem der Ball zwar noch ins Feld flog,
der Gegner dabei allerdings mit dem Schläger das Netz berührte und lautstark
kommentierte: „Was eine H****sohn-Scheiße hier!“ Selten wurde Frust so kreativ verarbeitet.
Parallel dazu mühte sich Müller an Position eins nach Kräften, musste sich jedoch mit 2:6
und 2:6 geschlagen geben. Auch wenn es sportlich nicht zum Sieg reichte, wurde schnell
klar: Die Mannschaft würde Müller heute ausnahmsweise irgendwie mit zum Sieg tragen
müssen.
Mit einer 3:1-Führung ging es in die Doppel – und dort entwickelte sich endgültig das
typische Hertingshäuser Chaos. Müller und Kell spielten gemeinsam ein wildes Match und
gewannen souverän mit 6:1 und 6:4. Alle Beteiligten schossen dabei wild um sich wie bei
einem Revolverduell im Wilden Westen, und gefühlt jeder zweite Ball flog über den Zaun.
Besonders leidtragend war der Vater eines gegnerischen Spielers, der mehrfach die Bälle
einsammeln durfte und irgendwann nur noch trocken kommentierte: „Mein Doofer hat alle
Bälle verhauen.“ Der Sohn erwiderte darauf nur: „Dafür gibst du eine gute Bergziege ab.“
Im zweiten Doppel standen Sonnenschein und Kolmsee auf dem Papier einem echten
Zweier-Doppel gegenüber. Praktisch sah es allerdings eher nach „Nimm du ihn, du hast ihn
sicher“ aus, denn einer der Gegner überließ seinem Nebenmann nahezu sämtliche Lauf- und
Spielarbeit. Hertingshausen nahm das dankend an und machte mit einem souveränen 6:3
und 6:4 den 5:1-Auswärtssieg perfekt.
Für Stocker hatte sich die Anreise zu diesem Zeitpunkt übrigens längst nicht mehr gelohnt.
Er schuldet der Mannschaft weiterhin mindestens einen Pullerschnaps aufgrund seines
Versäumnisses am Spieltag.
Nach den gewonnenen Doppeln wurde es dann fast schon surreal: Die Heimmannschaft
erkundigte sich ernsthaft nach den Aufstiegsambitionen der Hertingshäuser Jungs. Spielte
man in den letzten Jahren oft gegen den Abstieg, hinterließ der TSV diesmal trotzdem
bleibenden Eindruck.
Am Ende stand ein souveräner 5:1-Auswärtssieg und ein rundum gelungener Sonntag.
Nächste Woche wartet bereits das nächste Spiel in Maden – vermutlich erneut inklusive
Hefeweizen, Sonnenbrand und fragwürdiger Bewegungsabläufe. (A. Müller)
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